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5 Tipps für dein nachhaltiges Weihnachtsessen

Dass sich ein köstliches Festtagsmenü und Rücksicht auf Umwelt und Klimaschutz nicht widersprechen, zeigen wir mit unseren Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsmenü.

Eine Gruppe Menschen in Weihnachtspullovern sitzt am gedeckten Weihnachtstisch.
© AdobeStock / Monkey Business

Wer auf Klimaschutz beim Essen achtet, kann den eigenen CO2-Fußabdruck deutlich minimieren. Das betrifft natürlich auch das besondere Essen zu Festtagen wie Weihnachten. Das bedeutet aber nicht, dass du auf köstliche Weihnachtsgerichte verzichten musst: Mit diesen Tipps wird dein Weihnachtsmenü auch ein Fest für die Umwelt.

1. Saisonale Lebensmittel verwenden

Wer denkt, dass im Winter kein leckeres, saisonales Gemüse zu haben ist, der sollte unbedingt mal den Saisonkalender studieren. Im Dezember haben viele köstliche Gemüsesorten Saison, die perfekt als Beilage – oder sogar als Hauptgericht – zum Weihnachtsmenü passen. Dazu zählen zum Beispiel die Klassiker Rotkohl und Kartoffeln, aber auch Kürbis, Rosenkohl und Möhren schmecken herrlich, wenn man sie beispielsweise mit einer feinen Marinade im Ofen backt. Auch Knollengemüse wie Steckrübe, Pastinake und Schwarzwurzel lassen sich auf viele Arten zubereiten. Als frische Beilage eignet sich Feldsalat oder der fein-bittere Chicorée. Und wetten, dass deftige Pilzgerichte mit Rotkohl und Knödeln mindestens genauso gut schmecken wie Rinderbraten?

2. Regional einkaufen

Du möchtest leckere Bratäpfel als Nachtisch servieren? Dann am besten mit Äpfeln aus dem alten Land, denn das liegt direkt um die Ecke! Regionale Lebensmittel haben den großen Vorteil, dass auf ihren kurzen Transportwegen weniger CO2 anfällt, als zum Beispiel bei exotischem Obst aus dem Ausland. In und um Hamburg gibt es viele tolle Bio-Bauernhöfe, bei denen du dein Obst und Gemüse direkt beim Erzeuger kaufen kannst – oder auf einem der Hamburger Wochenmärkte. Auch zahlreiche Hamburger SoLaWis und Food Koops, also solidarische Landwirtschafts-Initiativen und Mitgliederläden, bieten beste Produkte aus der Region zu fairen Preisen an.

3. Gibt es einen nachhaltigen Weihnachtsbraten?

Fleischverzicht an Weihnachten? Das klingt für viele erst mal wenig festlich. Aber wenn du dir überlegst, was für einen Unterschied es fürs Klima macht, wenn du deinen Fleischkonsum reduzierst, fängst du schnell an, den klassischen Gänse- oder Rinderbraten zu hinterfragen. Wenn du nicht auf einen Festtagsbraten verzichten möchtest, achte darauf, dass du kein Fleisch aus Massentierhaltung kaufst, denn das ist besonders schädlich für die Umwelt und die Tiere selbst.

Wildfleisch genießt ja grundsätzlich einen besseren Ruf, aber auch dabei solltest du genau hinschauen: Das Fleisch von wildlebenden Rehen oder Wildschweinen hat eine günstigere Klimabilanz als sogenanntes Zuchtwild. Wenn du die Möglichkeit hast, beziehe das Fleisch von einem lokalen Jäger oder frage genau beim Schlachter nach, woher das Fleisch stammt. Auf vielen Hamburger Wochenmärkten gibt es Stände, auf denen neben Obst und Gemüse, z. B. aus den Vier- und Marschlanden auch Wildfleisch aus der Region verkauft wird. Generell gilt: Je artgerechter und regionaler das Fleisch produziert wird, desto besser.

4. Weihnachts-Schokolade sollte Fairtrade sein

Achte darauf, dass deine Schokolade fair gehandelt und am besten Bio ist. Auch die Kuvertüre, die du für deine Weihnachtskekse verwendest, kannst du aus verantwortungsvollen Quellen beziehen. In Hamburg erhältst du zum Beispiel in Weltläden, aber auch in vielen Bio-Geschäften eine tolle Auswahl an fairer Schokolade. Die ist nicht nur köstlich, sondern sorgt auch für faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die Kakaobauern. Übrigens: Wenn du beim Plätzchenbacken Butter durch Margarine ersetzt, kannst du enorm viel CO2 sparen – bis zu 97 % pro Kilo.

5. Vermeide Lebensmittelverschwendung an Weihnachten

Auch wenn nach dem Fest alle so satt sind, dass sie nicht mal mehr einen Zimtstern essen können: Versuche, möglichst wenige Lebensmittel wegzuwerfen. Falls beim Kochen doch noch Zutaten übriggeblieben sind, kannst du sie bei Hamburger Foodsharing-Apps mit anderen Hamburger:innen teilen oder du holst dir bei „Zu gut für die Tonne“ und „Eat Smarter“ Rezeptideen zur Resteverwertung. Wenn du vorher etwas Platz im Gefrierschrank machst, lassen sich zum Beispiel aus übrig gebliebenem Gemüse leckere Eintöpfe kochen und für später einfrieren. Konserven und haltbare Lebensmittel nimmt die Hamburger Tafel bei wiederkehrenden Spendenaktionen an.

Weitere Informationen:
Saisonkalender Dezember
5 Einsteiger-Tipps für klimafreundliche Ernährung
Hamburger Tafel
EAT SMARTER