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Nachhaltige Schnittblumen kaufen

Wenn alles zu blühen beginnt, holen wir uns die Farbenpracht auch gerne in die eigenen vier Wände. Hast du dabei schon mal über die Klimabilanz deiner frischen Blumen nachgedacht?

Eine Frau sitzt in einem Tulpenfeld.
© AdobeStock / VelourRouge

Überall sprießen sie aus der Erde: die ersten Frühlingsboten. Aber nicht nur draußen, auch in den eigenen vier Wänden bereiten uns frische Blumen gute Laune. Aber woher kommen unsere Schnittblumen eigentlich? Und unter welchen Bedingungen werden sie gezogen? Damit du vor lauter Frühlingsgefühlen nicht dem Klima schadest, solltest du beim Blumenkauf auf ein paar Dinge achten.

Pestizide und lange Lieferwege

Los geht es schon bei der Wahl der Blumen: Immer wieder wird bei Untersuchungen festgestellt, dass insbesondere Rosen mit Pestiziden belastet sind. Das ist nicht nur für die Arbeiterinnen und Arbeiter in Afrika und Lateinamerika gesundheitsschädlich, sondern auch für die Floristinnen und Floristen hier bei uns. Zwar kommen mittlerweile viele der in Deutschland verkauften Rosen aus den Niederlanden – bei vielen anderen Herkunftsländern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit Pestiziden behandelt wurden, allerdings hoch.

Der CO2-Fußabdruck von Schnittblumen

Am wenigsten schädlich für das Klima sind natürlich lokal angebaute Freilandblumen aus Deutschland – sie verursachen nur 2 kg CO2 pro kg Blumen. Anders sieht es bei Schnittblumen aus dem Gewächshaus aus. Hier übersteigt der CO2-Fußabdruck von Blumen aus dem Gewächshaus in Holland sogar den von importierten Blumen aus Ecuador. Grund ist die Heizung: Das holländische Gewächshaus produziert 40 kg CO2 pro kg Blumen, um die Pflanzen warm zu halten, für die Blumen aus Ecuador fallen vor allem durch den Transportweg 10 kg CO2 pro kg Blumen an.

Am besten sind Blumen aus lokaler Zucht

Besser für Gesundheit und Ökobilanz sind deshalb Schnittblumen aus Mitteleuropa oder direkt aus dem Alten Land. Hier wird der Einsatz von Pestiziden strenger überwacht. Außerdem sind die Transportwege kürzer und die Öko-Bilanz damit besser. Noch eine tolle Alternative: Im Frühling sind auch Kirsch- oder Forsythienzweige sehr schön, denn sie fangen in der warmen Wohnung vorzeitig an zu blühen. Diese Pflanzen wachsen auch direkt in unserer Nachbarschaft und halten dazu länger als jede Schnittblume.

Schnittblumen aus fairem und ökologischem Anbau

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Zertifizierungen, wie du sie schon von Lebensmitteln kennst, auch für Schnittblumen. Fair und Bio kann also auch dein Tulpenstrauß sein. Die Bedingungen für den Anbau von ökologischen Schnittblumen sind strenger – es werden zum Beispiel kein Torf, Kunstdünger oder Pestizide verwendet und, wo immer möglich, die Natur geschont. Du erkennst diese umweltfreundlicheren Blumen an den Siegeln „das Grüne Zertifikat“ oder „Fair Trade“.

Weitere Infos:
Lieferländer von Rosen nach Deutschland
Pestizidbelastung bei Schnittblumen
CO2-Fußabdruck von Schnittblumen
Deutsche Blumen-Siegel
Fairtrade-Blumen und Pflanzen