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Mobilität in der UmweltPartnerschaft

Engagierte Unternehmen in Hamburg können mit freiwilligen Umweltschutzleistungen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und UmweltPartner der Stadt werden. Neben Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneffizienz werden auch Mobilitätsaktivitäten als Umweltschutzmaßnahmen anerkannt, entweder für die Aufnahme als UmweltPartner oder als neue Leistung im Rahmen einer bestehenden UmweltPartnerschaft.

An einer hvv-switch-Station winken sich eine Frau mit einem StadtRAD und ein Mann zwischen zwei Carsharing-Autos zu.
© Mediaserver / Geheimtipp Hamburg

Der Verkehrssektor hat eine herausragende Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung Hamburgs. Die Menschen in der Stadt wollen mobil sein, Produkte müssen transportiert und Dienstleistungen erbracht werden. Dies alles soll natürlich möglichst termingerecht, preiswert und umweltschonend geschehen.

Mit nachhaltigen Mobilitätskonzepten können Unternehmen Verantwortung übernehmen und einen Beitrag leisten, verkehrsbedingte Luftschadstoffe zu reduzieren. Zahlreiche UmweltPartner der Stadt unterstützen diese Entwicklung bereits, die UmweltPartnerschaft Hamburg sichert den Unternehmen Angebote wie Vor-Ort-Beratung und Zugang zu speziellen Netzwerk-Veranstaltungen. Zudem dürfen sie sich mit dem begehrten Partnerlogo schmücken.

Fahrrad kaputt? Kein Problem!

Einer der Partner ist das Studierendenwerk Hamburg. Es fördert den emissionsfreien Fahrradverkehr, indem es öffentlich zugängliche Reparaturstationen bei Wohnanlagen für Studierende und Auszubildende einrichtet. Die orangefarbenen Säulen sind schon von weitem zu erkennen und enthalten alles, was man zur Reparatur eines Fahrrads benötigt: vom Schraubendreher über den Winkelschlüsselsatz bis hin zur Luftpumpe. So lassen sich alle Arbeiten am Rad ohne eigenes Werkzeug erledigen.

E-Mobilität: Aus alt mach neu

E-Mobilität sorgt für eine CO2-Reduktion im Verkehr. Noch nachhaltiger wird das Konzept, wenn alte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu E-Autos umgerüstet werden. Die Sager & Deus GmbH, die im Bereich Gebäude und Umwelttechnik tätig ist, setzt dies in die Tat um: Ein ehemals dieselbetriebener Transporter fährt jetzt mit Elektromotor, betankt mit Strom aus der firmeneigenen Solar-Anlage. Das Prinzip Umrüsten statt Neukauf spart bis zu 90 % an grauer Energie ein. So wird die Energie bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird.

Vom E-Auto zum Stromspeicher

Das Start-up NAEXT hat sich zum Ziel gesetzt, den Lebenszyklus von Fahrzeugakkus zu verlängern. Nach Ende ihrer Laufzeit stellen die Antriebsbatterien eine große Herausforderung für die Entsorgung dar, auch die Herstellung und der damit verbundene Lithium-Abbau gelten als umweltschädlich. Anstatt im Sondermüll zu enden, sollen die belasteten Akkus künftig in Speichern im Industrie- und Wohnbereich weiterverwendet werden. Mit der Verbindung der beiden Sektoren Verkehr und Energieversorgung leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit im Elektromobilitätsbereich. Die Stadt Hamburg unterstützt ihren UmweltPartner dabei.

UmweltPartner für Hamburg

Weitere Vorschläge für betriebliche Maßnahmen zum Klimaschutz und Beispiele aus Hamburger Unternehmen finden sich auf den Seiten zur betrieblichen Mobilität. Voraussetzung für die UmweltPartnerschaft ist, dass die Umweltleistungen in angemessenem Verhältnis zur Größe des Unternehmens bzw. zur Umweltbelastung durch das Unternehmen stehen. Die Anerkennung der einzelnen Maßnahmen erfolgt nach Einzelfallprüfung.

Weiterführende Infos:
Die UmweltPartnerschaft Hamburg
Was ist graue Energie?