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SoliSolar bringt Balkonkraftwerke nach Hamburg

„Die lokale Energiewende von unten starten“ – das hat sich der Verein SoliSolar Hamburg vorgenommen. In Lokstedt haben sie jetzt mit Balkonkraftwerken den Anfang gemacht – und haben noch viel vor.

Mini-Solarkraftwerk auf einem Balkon
© Shutterstock / Marina Serdynska

Nicht nur die Energiekrise motiviert viele Hamburger:innen dazu, auf nachhaltige Stromquellen umzusteigen. Wenn wir der Klimakrise wirklich etwas entgegensetzen wollen, müssen möglichst viele Menschen Ökostrom aus regenerativen Quellen beziehen.

Balkonkraftwerke für Hamburg

Deshalb hat sich in Hamburg-Lokstedt jetzt eine Initiative aus engagierten Bürger:innen gegründet, die gemeinsam sauberen Strom aus der Sonne beziehen und damit den CO2-Ausstoß ihres Stadtteils reduzieren und gleichzeitig Stromkosten sparen wollen. Wie das geht? Mit Balkonkraftwerken! Diese Mini-Solarkraftwerke werden von der Initiative SoliSolar-Hamburg unkompliziert auf Balkonen, an Hauswänden oder auf Flachdächern angebracht.

Ein Balkonkraftwerk ist einfach installiert

Für die Installation der Balkonkraftwerke ist keine gesonderte Genehmigung notwendig – und man benötigt nicht einmal besondere Elektro-Fachleute. Die Solarpanels werden schnell und unkompliziert an der Fassade oder auf einem Gestell montiert und über eine Steckdose angeschlossen. SoliSolar unterstützt Interessierte bei der Anmeldung und beim Umgang mit Vermieter:innen.

Was bringt ein Balkonkraftwerk?

Die Anschaffung eines Balkonkraftwerks bringt zwei Vorteile: Es spart Geld und schont die Umwelt. Den Umweltvorteil merkt man schnell, denn schon nach einem Jahr Betrieb produziert ein einziges Solarstrom-Modul die Energie, die für seine Herstellung verbraucht wurde. Jedes Modul kann bis zu 250 kWh jährlich erzeugen und dabei 100 kg CO2 einsparen.

Bei einem Strompreis von 36 Cent/kWh (Stand Jan 2022) kann man also jährlich ca. 90 Euro sparen – damit rechnet sich das Balkonkraftwerk auch finanziell schon nach wenigen Jahren.

SoliSolar bestellt Balkonkraftwerke solidarisch und nachhaltig

Der Name verrät es bereits: Hinter SoliSolar-Hamburg steht ein solidarischer Gedanke. Durch eine gemeinschaftliche Bestellung der Balkonkraftwerke kann für alle ein günstigerer Preis erreicht – und gegebenenfalls die Anschaffung für weniger solvente Mitglieder mitfinanziert werden. Gleichzeitig kann das SoliSolar-Team darauf achten, dass die Anlagen nachhaltig produziert werden. In Lokstedt waren schon kurz nach dem Start Reservierungen für über 30 Balkonkraftwerke eingegangen. Auch in anderen Stadtteilen ist das Interesse groß. Am 1. Juni 2022 gründeten die Initiator:innen darum einen eigenständigen Verein. In Selbstbaugemeinschaften planen sie jetzt auch Photovoltaik-Dachanlagen.

Wer ist eigentlich SoliSolar?

SoliSolar-Hamburg ist eine Photovoltaik-Selbstbauinitiative, die aus einer Arbeitsgruppe zur lokalen Energiewende in der Zukunftswerkstatt Lokstedt entstanden ist. Die Zukunftswerkstatt ist ein Projekt des Bürgerhaus Lokstedt e.V. und wird gefördert aus Mitteln des #moinzukunft Hamburger Klimafonds. Der Fonds ist ein Projekt der Hamburger Klimaschutzstiftung und der Umweltbehörde Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA).

Weitere Informationen:
SoliSolar-Hamburg