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Jugendbildung am Millerntor

Der FC St. Pauli setzte sich nicht nur für Antirassismus und politische Bildung ein, sondern organisiert im Fußballstadium auch Workshops für Jugendliche. Dabei geht es unter anderem auch um Nachhaltigkeits-Themen.

Veranstaltung am Millerntor
© Bildung am Millerntor

Der FC St. Pauli ist ein Fußballverein, der sich sozial und politisch einsetzt und dafür auch weit über die Grenzen Hamburgs bekannt ist. Die Fanszene selbst ist besonders aktiv und fordert das Engagement auch vom Verein ein. Der Vorstoß, Merchandise nur noch fair zu produzieren und auch die Trikots des Teams so fair wie möglich zu beziehen, wurde aus Fanreihen angeregt. Seit 2019 geht der Verein noch weiter und engagiert sich vor Ort in der politischen Jugendbildung – unter anderem auch zu Nachhaltigkeits-Themen.

Lernen im Fußballstadion

St. Pauli will junge Leute motivieren, ihre eigenen Werte, Überzeugungen und Standpunkte zu erarbeiten und durchzusetzen – dafür ist im Stadion ein Lernort entstanden.

Seit 2019 wird im Millerntor-Stadion Bildungsarbeit geleistet – dabei geht es um Themen wie Demokratie, Antirassismus, Engagement, Geschichte und mehr. Die Workshops behandeln dabei zum Beispiel die Rolle des FC St. Pauli im 3. Reich oder die LGBTQA+-Community im Fußball – aber auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen auf der Agenda.

Faire Trikots und Merchandise – Nachhaltigkeit im Fußball

Jugendliche lernen über den Kontext Fußball in Workshops ganz konkret, wie Nachhaltigkeit aussehen kann. Das DIYY-Trikot steht im Zentrum des Nachhaltigkeitsworkshops für Jugendgruppen und Schulklassen. Die Teilnehmenden beschäftigen sich dabei mit den sozialen sowie den ökologischen Folgen von Produktion, Lieferketten, Vermarktung/Verkauf und dem eigenen Umgang mit Kleidung. Gemeinsam wird viel diskutiert und dem Verein Fragen gestellt. Dabei ist klar: So etwas wie „perfekt“ gibt es auch bei Merchandise nicht. Daher ist das Motto „not perfect but better“. Es soll auch immer deutlich werden, dass es nicht ausschließlich um das eigene Verhalten geht, sondern auch darum, wie man Forderungen an Politik und Co. stellen kann, Nachhaltigkeit in allen Gesellschaftsbereichen verpflichtend zu machen.

Weitere Informationen:
Bildungs-Workshops am Millerntor
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