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Was ist eigentlich… mein CO2-Fußabdruck?

Jeder Mensch erzeugt große Mengen an Kohlenstoffdioxid: Durch Flugreisen, Autofahrten oder Konsum. Deinen persönlichen CO2-Fußabdruck kannst du online berechnen – und in Zukunft auf kleinerem Fuß leben.

Eine Grafik mit einem großen Fußabdruck in der Landschaft.
© AdobeStock / VectorMine

Ob beim Kochen, im Auto oder beim Kleiderkauf: Bei nahezu allem, was wir tun, wird CO2 erzeugt – Kohlenstoffdioxid. Schon seit Jahrzehnten gelang jedoch mehr CO2 in die Atmosphäre, als von Bäumen und Pflanzen abgebaut werden kann. Die Folge: Der sogenannte Treibhauseffekt, der zur Erwärmung der Erde führt.

Was bedeutet der CO2-Fußabdruck eigentlich?

Wir alle tragen mit unserem Lebensstil zur Erderwärmung bei, indem wir viel mehr CO2 produzieren, als die Erde verkraften kann. Sichtbar wird das an unserem CO2-Fußabdruck: Er gibt Auskunft darüber, für wie viel CO2 jede und jeder Einzelne verantwortlich ist. Im Durchschnitt sind dies in Hamburg pro Person über 8 Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr. Wenn wir das Klima auch für künftige Generationen schützen wollen, müssen wir die CO2-Emissionen auf höchstens 2 Tonnen pro Person im Jahr reduzieren.

So kannst du deinen CO2-Fußabdruck berechnen

Um aktiv zu werden, musst du erst einmal wissen, wie groß dein Fußabdruck überhaupt ist. Seinen eigenen Fußabdruck kann jeder mit einem CO2-Rechner (zum Beispiel vom Umweltbundesamt) ermitteln. Heizt du mit Gas oder Fernwärme? Wie hoch ist dein Stromverbrauch? Beziehst du Ökostrom oder nicht? Und wie viele Kilometer legst du jedes Jahr im Auto zurück? Am Ende steht eine persönliche CO2-Bilanz, die dir auch zeigt, in welchen Bereichen du besonders viel CO2 verursachst. Je nach Wohnsituation hast du nicht auf alle Dinge unmittelbar Einfluss: Doch auch Themen wie die Wärmeversorgung und die Bereitstellung aller vier Abfalltonnen können Mieter beim Eigentümer ansprechen und somit auf Einsparpotenziale aufmerksam machen.

Erste Schritte ­– CO2-Fußabdruck reduzieren

Wer erst einmal weiß, an welcher Stelle CO2 produziert wird, kann sich an den nächsten Schritt machen: CO2 einsparen. Ob beim Fleischkonsum, Klamottenkauf oder der Urlaubsplanung – überall gibt es Möglichkeiten, seinen CO2-Fußabdruck zu verkleinern und das Klima zu schützen. Der Anfang muss gar nicht schwer oder kompliziert sein und kann trotzdem viel bewirken.

Was sind die Big Points?

Wenn du deinen CO2-Fußabdruck besonders effektiv verringern möchtest, sind die sogenannten „Big Points“ eine tolle Möglichkeit. Die Big Points sind Maßnahmen, die sich einfach umsetzen lassen, aber eine enorm große Hebelwirkung haben. Kaum zu glauben, aber ein Big Point kann dir Einsparungen von etwa einer halben Tonne CO₂ oder mehr pro Jahr ermöglichen. Wer bei seinen persönlichen Big Points ansetzt, reduziert den eigenen CO₂-Fußabdruck besonders effektiv.

Big_Points_1
© Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum

Durchschnittlich beträgt der CO₂-Fußabdruck einer Person in Deutschland 11,2 Tonnen. Mit diesen 7 Maßnahmen lässt er sich aber halbieren:

  • einen Sparduschkopf montieren
  • aufs Fliegen verzichten
  • den Wohnraum dämmen
  • sich pflanzenbetont ernähren
  • zu Ökostrom wechseln
  • weniger Auto fahren
  • bewusster konsumieren
Big_Points_2
© Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum

Da jeder CO2-Fußabdruck unterschiedlich ist, variieren auch die Big Points. Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes erkennst du schnell, welches deine persönlichen Big Points sind und wo du am besten anfängst, CO2 zu reduzieren. Vielleicht schaffst du es ja auch, andere in deinem Umfeld zu motivieren – denn jedes Kilo CO2 zählt.