Nachhaltiger Konsum

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So geht klimafreundliche Ernährung in Hamburg

Essen ist beim Klima ein echter Hebel. Rund ein Drittel aller weltweiten Treibhausgase entstehen durch die Herstellung, Verarbeitung und den Transport von Lebensmitteln. Fleisch und tierische Produkte verursachen dabei besonders hohe Emissionen. Mit einer bewussten Ernährung kannst du also richtig viel bewirken. Wir haben Tipps, wie du sie klimafreundlicher und dazu gesund und lecker gestaltest.

Wochenmarkt-Stand mit Gemüse, im Vordergrund stehen Kisten voller Kartoffeln
© AdobeStock / Ralf Geithe

Unser Essen hat einen viel längeren Weg als den vom Kühlschrank auf den Teller. Er umfasst den Anbau, die Produktion und Verpackung der Lebensmittel, deren Lagerung und Transport, bis hin zum Einkauf und dem Weg nach Hause. Vieles auf diesem Weg ist unsichtbar, doch du kannst durch eigene Entscheidungen beeinflussen, was auf deinem Teller landet. Und das Beste: Du tust dabei nicht nur Gutes für´s Klima, sondern auch für deine Gesundheit.

Klimafreundlich einkaufen in Hamburg: Regional, saisonal, nachhaltig

Schon beim Einkaufen legst du den Grundstein für eine klimafreundliche Ernährung. Greifst du lieber zu regionalem und saisonalem Gemüse auf dem Wochenmarkt oder zu Produkten mit langen Lieferketten aus dem Supermarkt? Saisonale Lebensmittel aus der Region sind meist frischer, vitaminreicher und haben einen kurzen Transportweg. Das spart CO2 und schützt so direkt die Umwelt. In Hamburg findest du fast in jedem Stadtteil Wochenmärkte – eine nachhaltige Alternative zum Wocheneinkauf im Discounter.

Tipp: Bestell dir eine Bio-Kiste, die bequem zu dir nach Hause geliefert wird oder beteilige dich an einem Projekt zur solidarischen Landwirtschaft

Sind Bio-Lebensmittel klimafreundlicher?

Besonders in der Landwirtschaft entstehen viele Treibhausgase. Bio-Produkte schneiden hier meist besser ab, zum Beispiel, weil bei ihrer Herstellung auf künstliche Dünger verzichtet wird, die viel Energie kosten. Aber achte auch auf die Herkunft – denn selbst das beste Bio bringt wenig, wenn es um die halbe Welt reist: regional ist immer besser. 

Aber Bio ist nicht gleich Bio: 

•  EU-Bio-Siegel steht für den gesetzlichen Mindeststandard

•  Bioland, Demeter & Naturland setzen noch strengere Regeln um – für mehr Tierwohl und Bodenschutz. 

Tipp: Achte beim Einkauf also nicht nur auf „Bio“, sondern auch auf Herkunft und Siegel.

Mehr Pflanzen, weniger Fleisch

Die Produktion von Fleisch – vor allem Rindfleisch – ist ein echter Klimakiller. Ein Kilo Rind verursacht im Schnitt rund 14 Kilo CO₂, während bei einem Kilo Gemüse nur ein Bruchteil davon entsteht. Auch Obst schneidet mit weniger als 500 Gramm CO2 je geerntetem Kilo wesentlich besser ab. Die Fleischindustrie ist innerhalb der Landwirtschaft einer der größten CO2-Produzenten.  Aber du musst kein Veganer sein, um klimafreundlich zu essen. Schon ein paar fleischfreie Tage pro Woche machen einen Unterschied. Pflanzliche Alternativen wie Linsen, Kichererbsen oder Tofu sind nicht nur nachhaltig – sie schmecken auch richtig gut!

Tipp: Probiere einfache vegetarische und vegane Rezepte oder besuch mal ein veganes Restaurant in Hamburg – die Auswahl wächst stetig!

Müllvermeidung: Weniger Lebensmittel wegschmeißen

Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem in Deutschland: Jedes Jahr landen 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das ist nicht nur teuer und traurig, sondern schadet dem Klima. Denn für den Anbau und die Ernte, den Transport oder die Kühlung wurde Energie verbraucht. Dabei kannst du schon mit einem einfachen Wochenplan, cleverer Lagerung oder kreativer Resteküche gegensteuern.

Mit diesen Tipps kannst du Lebensmittelverschwendung vermeiden:

  • Über Foodsharing-Gruppen in Hamburg kannst du Lebensmittel mit anderen teilen, zum Beispiel über Lebensmittel-Tausch-Schränke namens „Fairteiler“. 
  • Mit Apps wie „Too Good to Go“ kannst du gut erhaltenes Essen aus Geschäften und Restaurants für wenig Geld abholen oder selbst spenden.
  • Kaufe nur Lebensmittel ein, die du auch essen wirst und wirf nicht alles weg, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist – das ist nämlich nicht das Gleiche wie ein Verbrauchsdatum.