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Solardächer für Hamburg

Ein wichtiger Schritt zur klimaneutralen Stromversorgung Hamburgs hat begonnen: Im Rahmen einer Solardachoffensive werden Hamburgs Schulgebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Startschuss Photovoltaik-Ausbau
© Hamburger Energiewerke

Hamburg soll langfristig unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Bis 2035 soll die Stromversorgung klimaneutral sein. Um das zu erreichen ist ein umfassender Ausbau von Photovoltaikanlagen in der Stadt geplant. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg ist, auf so vielen Schuldächern wie möglich Photovoltaikanlagen zu installieren. Die Stadt Hamburg setzt dieses Projekt in Kooperation mit der Hamburg Energie Solar, einem Tochterunternehmen des städtischen Energieversorgers Hamburger Energiewerke, dem städtischen Bildungsbauunternehmen Schulbau Hamburg (SBH) und dem Gebäudemanagement Hamburg (GMH) um. Mit erneuerbaren Energien wird nicht nur das Klima geschützt, die Stadt profitiert auch von Einsparungen bei Stromkosten und macht sich unabhängiger von fossilen Energieträgern.

Pilotprojekt in der Stadtteilschule Horn 

Die Stadtteilschule Horn – übrigens eine von 75 Hamburger Klimaschulen – war eine von zwei Pilotschulen, auf deren Dach eine Photovoltaikanlage installiert wurde. Rund 440 Photovoltaikmodule mit 830 Quadratmeter Fläche wurden auf dem Dach der Schule angebracht. Sie produzieren im Jahr rund 150 Megawattstunden grünen Strom – das ist so viel, wie 75 Zwei-Personen-Haushalte durchschnittlich im Jahr verbrauchen. Mit dieser Menge Energie kann beispielsweise ein Computer 7,5 Millionen Stunden lang betrieben werden – und gut 71.000 Kilogramm CO2-Emissionen im Jahr eingespart werden.  

100.000 Quadratmeter Photovoltaikanlagen geplant 

Jetzt sollen weitere Schulen mit Solaranlagen ausgestattet werden; bis Ende 2023 will Hamburg Energie Solar ungefähr 30 Anlagen mit einer Leistung von 1,7 Megawattpeak installieren. Insgesamt sollen rund 100.000 Quadratmeter Photovoltaikanlagen und 200.000 Quadratmeter Gründachfläche auf den Hamburger Schuldächern angelegt werden. Die Fläche der neuen Photovoltaikanlagen entspricht 15 Bundesliga-Fußballfeldern, die der neuen Gründächer sogar 30 Fußballfeldern. 

Die Photovoltaik-Pflicht kommt 

Natürlich ist es mit den Schulgebäuden nicht getan. Aktuell sind nur ca. 10 % der Dachflächen von Hamburger Neubauten mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Das soll sich möglichst schnell ändern. Ab 1. Januar 2023 wird die Installation von Photovoltaikanlagen auf Neubauten verpflichtend. Bestandsgebäude müssen ab dem 1. Januar 2025 nachgerüstet werden, sofern „die Dachhaut vollständig erneuert wird“, also eine Dachsanierung vorgenommen wird. Das bedeutet nicht, dass Hausbesitzer:innen selbst eine PV-Anlage installieren müssen. Sie können ihre Dachfläche auch an externe Anbieter verpachten – damit wäre die Pflicht auch erfüllt. In bestimmten Fällen gibt es auch Ausnahmen, zum Beispiel wenn die Installation nicht wirtschaftlich wäre oder damit der Denkmalschutz verletzt würde. Gut zu wissen: Ob dein Dach für eine Solaranlage geeignet ist, kannst du im Hamburger Solaratlas nachsehen. Für eine Beratung stehen auch die Hamburger Energielotsen zur Verfügung.

Auch Mieterinnen und Mieter können Photovoltaikanlagen einbauen 

Nicht nur Hauseigentümer:innen können dafür sorgen, dass ihr Objekt mit Solarstrom versorgt wird. Auch als Mieter:in kannst du etwas für das Klima tun und Energiekosten sparen, indem du dir die Kraft der Sonne zunutze machst. Solarkraftwerke für den Balkon sind eine unkomplizierte Möglichkeit, zumindest einen Teil deines Energiebedarfs mit nachhaltigen Energiequellen zu decken. Mit einem Balkonkraftwerk kannst du je nach Leistung bis zu 90 Euro Energiekosten im Jahr sparen. Entsprechende Initiativen haben sich bereits in verschiedenen Hamburger Stadtteilen gegründet – zum Beispiel bei der Zukunftswerkstatt Lokstedt 

Die Kooperationspartner der Solardachoffensive 

Die Solardachoffensive ist eine Maßnahme aus dem Hamburger Klimaplan und wird vom städtischen Bildungsbauunternehmen Schulbau Hamburg (SBH) in Kooperation mit dem Gebäudemanagement Hamburg (GMH) und der Hamburg Energie Solar, einem Tochterunternehmen des städtischen Energieversorgers Hamburger Energiewerke, durchgeführt.  

Weitere Informationen:  
Was sieht die PV-Pflicht vor? 
Der Hamburger Solaratlas 
Sonnenenergie aus Balkonkraftwerken 

Kostenfreie Energieberatung in Hamburg - hamburg.de